Oracle veröffentlicht Warehouse Builder 10g R2

Oracle hat das zweite Release seiner Data Warehousing & Data Mining Plattform – Oracle Warehouse Builder 10g veröffentlicht.

Mit dem Metadaten-gestützten ETL-Produkt können Daten von verschiedenen Datenquellen auch aus anderen Systemen (SAP, Sybase, Informix, ASCII etc.) gelesen und in das Data Warehouse homogenisiert umgewandelt werden. Hier sorgt der Warehouse Builder nicht nur für die Datentransformation, sondern auch für die richtige Reihenfolge unterschiedlicher Lade- und Transformationsschritte, die im Editor Warehouse Builders als Prozesslandkarte definiert werden können. Daraus entsteht dann automatisch die notwendige Infrastruktur für Reporting und Analyse.

Neben seiner Hauptaufgabe, ETL-Prozesse zu erstellen, kann der Warehouse Builder auch bei jeglicher Programmierung von Schnittstellen verwendet werden.

Das neue Release verfügt über verbesserte Datenquatlität sowie neue Features im Bereich OLAP, Integration und Administration.

Quelle: Entwickler.de – Oracle veröffentlicht Warehouse Builder 10g R2

Weitere Informationen:
Introduction to Oracle Warehouse Builder 10g Release 2
Data Warehousing – Moving Data Faster
Oracle Warehouse Builder-Viewlets

Oracle 10g auf Linux zuverlässig laufen lassen

Wer auf eine ausgereifte und ausgetestets Linux-Plattform im Unternehmen setzen will, oder auch muß, dem seien die Oracle Validated Configurations empfohlen,hier findet man als DBA, von Oracle erstellte, als Best-Practice-Dokumente benannte, Dokumente mit ausgewählten und ausgetesteten Hardware- und Softwarekombinationen unter denen die Oracle-Software auf der Linux-Plattform zuverlässig läuft. Die Oracle Validated Configurations basieren im Moment auf der aktuellen Oracle Database 10g Release 2 (10.2.0.2)-Datenbank und wird bei Erscheinen eines neuen Releases nach oben erweitert. Für ältere Versionen wie Oracle9i oder Oracle Database 10g Release 1 ist es nicht vorgesehen, dass für diese auch Oracle Validated Configurations erstellt werden.

Diese Konfigurationen sind allerdings, dann nicht mehr so günstig, wie sich das so mancher im Linux-Lager vorstellt. Denn alle Konfigurationen basieren auf Enterprise-Linux-Systemen (RHEL 4 AS/ES Update 3 und SLES 9 Service Pack 2) und auch die Server sind Produkte, namhafter Hardware-Hersteller. Einer der Hauptgründe trotzdem eine dieser Konfigurationen zu wählen ist die in vielen Firmen benötigte Supportmöglichkeit seitens Oracle im Fehler- und Problemfall. Deshalb werden viele Firmen auf eine dieser Oracle Validated Configurations zurückgreifen.

Wer sich dies nicht leisten kann und im LowCost-Linux-Sektor einen Oracle-Datenbankserver auf Linux installieren will, ist trotzdem nicht aufgeschmissen, denn auch mit einem kleineren Budget lässt sich der Server unter einem OpenSource-Linux installieren. Allerdings wird es für diese Installationen dann wohl, wie ich vermute, keine Supportleistungen seitens Oracle geben. Im Supportfall muß man sich dann auf Newsgroups und andere Internetresourcen verlassen.

Gute Infoquellen für die LowCost-Variante findet Ihr hier:
Step-by-step guide installing Oracle Database 10g Release 2 for Linux x86 on Debian
Introduction to Oracle 10g R1 (10.1.0.3) on SUSE Linux Professional 9.3
Short Guide to install Oracle 10g on Gentoo Linux (2004.0)

ORA-XE – Das deutsche Forum zur Oracle 10g Express Edition (XE)

Die deutschsprachige Seite ORA-XE, widmet sich der, im Frühjahr 2006 erschienenen, Oracle 10g Express Edition (XE) Datenbank-Software, die von Oracle kostenfrei für private und kommerzielle Zwecke zur Verfügung gestellt wurde, allerdings auch einigen technischen und funktionalen Einschränkungen unterliegt.

Eigentlich wird von Oracle, Support nur für registrierte Benutzer für die 10g-Express-Version, in Form eines moderierten Web-Forum auf der Oracle-Seite angeboten.

Hierbei möchte das ORA-XE-Forum weiterhelfen und bietet ein,von Spezialisten moderiertes, deutschsprachiges Forum zu Fragen und Informationen rund um Oracle Database XE an.

Die Seite liefert auch ein interessantes Datenblatt zur Oracle Database 10g Express Edition mit, in dem alle technischen und funktionalen Einschränkungen und Fragen zu Lizenz und Kosten vermerkt sind.

Desweiteren sind die beiden Installationsvideos zur Oracle Database 10g Express Edition auf der Seite, jeweils für Linux und Windows sehr empfehlenswert.

Siehe auch: Informatik-Student.de – Oracle stellt finale Version der 10g XE Datenbank vor

Select-Berechtigung auf ein View in einer Oracle Datenbank

Desöfteren ist es gewünscht, dass z.B, zu Reporting-Zwecken, nur ein lesender Zugriff auf eine Datenbank möglich ist. Hierfür wird, z.B. ein neuer Datenbank-Benutzer (neues Schema) auf der Oracle-Datenbank angelegt und dieser bekommt nur lesende Berechtigungen auf die Daten eines anderen Benutzers (Schemas). Falls nun neue Tabellen oder Views hinzukommen, und der lesende Benutzer darauf zugreifen soll, müssen allerdings, über Grants neue Berechtigungen, für die neuen Tabellen und Views auf dem Datenbank-Schema, das die Daten enthält, angelegt werden.

Hier ein Beispiel für einen Grant auf ein View in einem anderen Oracle-Schema der gleichen Oracle-Datenbank. Mit diesem Grant wird eine Select-Berechtigung für einen anderen Benutzer (hier ein nur lesender Benutzer) erteilt. Das selbe kann auch für Tabellen einfach übernommen werden.

GRANT SELECT ON VIEW_REPORTING TO READUSER 
/ 

Und schon kann der lesende Benutzer auf diese Daten zugreifen.

Einen sehr ausführlichen Artikel über die Vergabe von Berechtigungen für Oracle-Datenbank mittels Grants findet Ihr unter “Control Access with Oracle Grant Security

Kontrollierte Benutzerzugriffe auf eine Oracle-Datenbank

Heute beschäftigte ich mich mal mit dem Logon-Trigger, weil der mir vor kurzem auch mal über den Weg lief.

Um unkontrollierte Benutzerzugriffe auf eine Oracle-Datenbank , durch bestimmte Benutzer, oder durch bestimmte Rechner, zu unterbinden, kann als wirksame Maßnahme, ein Logon-Trigger auf der Oracle-Datenbank angelegt werden. Somit kann sich der Benutzer auch nicht anmelden, falls er den User und das Passwort weiß. ;-)

Der Logon-Trigger ist ähnlich aufgebaut, wie die Insert-, Update-, Delete-Trigger, die auf einer Tabelle liegen. Allerdings zündet der Logon-Trigger, bei der Anmeldung eines Benutzers an die Datenbank. Hier kann er eine Aktion ausführen, wie zum Beispiel eine Benutzer- oder Rechnernamenüberprüfung. Hierfür liest sich die Stored Procedure des Triggers den Benutzernamen und den Rechnernamen aus der Systemumgebung aus und überprüft diesen gegen einen festen Wert oder einen Tabelleneintrag und schaut, ob die Anmeldung berechtigt ist. Falls diese berechtigt ist, wird der Zugriff auf die Datenbank freigegeben, falls nicht, wird eine Fehlermeldung angezeigt.


CREATE OR REPLACE TRIGGER SYSTEM.checkUserLogon 
AFTER LOGON ON DATABASE 
DECLARE
 rechnername  VARCHAR2(80);    -- Variable für Rechnernamen
 os_username  VARCHAR2(80);    -- Variable für Username
 errormessage  VARCHAR2(1000); -- Error message to be printed
 userException EXCEPTION;      -- Zugriffs-Exception
 
BEGIN
 
 -- Holt die Informationen  aus dem USERENV context
 rechnername  := sys_context('USERENV','TERMINAL');-- Rechner 
 os_username   := sys_context('USERENV','OS_USER');-- User
 -- Zieht nur bei Oracle-User (Schema) = 'SCOTT'
 IF ( user LIKE 'SCOTT%' ) THEN

 -- Zugriff für Benutzer 'fred' auf dem Rechner 'JUPITER'
   IF ( os_username != 'fred' OR rechnername != 'JUPITER') THEN

    RAISE userException ;

   END IF;
END IF;

EXCEPTION

 WHEN userException THEN
  errormessage := 'Sie haben leider keine Berechtigung für ';
  errormessage := errormessage || 'diese Datenbank !';
  RAISE_APPLICATION_ERROR(-20002,errormessage);

 WHEN OTHERS THEN
  errormessage := 'FATAL ERROR - checkUserLogon - Bitte ';
  errormessage := errormessage || 'kontaktieren Sie den Help';
  errormessage := errormessage || 'desk' || CHR(10) || SQLERRM;
  RAISE_APPLICATION_ERROR(-20003, errormessage);

END;
/

Dieses Beispiel sollte auf allen Oracle-Datenbanken ab der Version 9.0 ohne Veränderungen lauffähig sein. Getestet habe ich den Logon-Trigger auf einer Oracle 9i-RDBMS-Datenbank (Version 9.2.0.6).

Achtung:
Bei der Benutzung von Logon Triggern, muß man Vorsicht walten lassen, denn ein fehlerhafter Logon Trigger kann verhindern, dass sich noch ein Benutzer an der Datenbank anmelden kann. Glücklicherweise zünden Logon Trigger nicht für den Benutzer SYS, der dann in dieser Notsituation den Trigger wieder löschen oder anpassen kann.

Weitere Infos zu Logon-Triggern findet Ihr hier:
MuniQSoft – Oracle Logon Trigger

Why Isn’t Oracle Using My Index?!

Wer sich, wie so viele in einem der MetaLink-Foren, die Frage stellt, warum die Oracle-Datenbank gerade den mühsam angelegten Index nicht benutzt, der findet in diesem Artikel vielleicht Hilfe und eine Antwort.

Artikel: Why Isn’t Oracle Using My Index?!

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