Unix – Bitte nicht aufhängen – nohup

Gelegenheitsadministratoren aus dem Windows-Umfeld dürfte der Unix-/Linux-Befehl nohup (no hang up) wenig sagen. Unter Unix benötigt man das Kommando nohup, um Prozesse im Hindergrund laufen zulassen, auch wenn man das ausführende Shell-Fenster schliesst. Somit läuft ein Prozess mittels nohup ähnlich, wie dies auch für Unix-Demons und unter Windows für die Windows-Dienste gilt.

Hier ein einfaches Beispiel für einen nohup-Aufruf:

nohup bin/runProgram.sh &

Durch den Aufruf mit nohup wird das Programm von SIGHUP nicht mehr beendet, und man kann sich problemlos aus der ausführenden Shell ausloggen. Wichtig ist auch noch, dass nach absetzen des Befehls das Terminal für Ausgaben nicht zur Verfügung steht. Die Ausgabe des Prozesses, die normalerweise auf dem Terminal angezeigt wird, wird nun in die Datei nohup.out umgeleitet. Falls dies nicht gewünscht ist, können STDOUT und STDERR über eine Named Pipe auch in andere Log-Dateien umgelenkt werden.

Aufruf mittels nohup und umleiten der Ausgabeströme:

nohup bin/runProgram.sh 1>/var/log/out.log 2>/var/log/err.log &

Man sieht, dass das Kommando nohup zwar ein praktisches Progrämmchen ist – allerdings mit einigen Ecken und Kanten, die es beim Einsatz zu beachten gilt.

Die Zeitschrift iX hat hierzu einen sehr interessanten Beitrag veröffentlicht, in dem der nohup-Befehl unter Unix nochmals vorgestellt und auf evtl. Probleme und Lösungsmöglichkeiten hingewiesen wird.

Link: iX – Für Langläufer

Unix: Ten Things Every Java Developer Should Know

Russ Olson hat auf JavaLobby.com einen sehr hilfreichen und interessanten Artikel über das Thema “Unix: Ten Things Every Java Developer Should Know” verfasst. Er geht dort auf einige Unterschiede und Eigenheiten zwischen Windows und Unix bei der Verwendung der Multi-Plattform-Programmiersprache Java ein.

Sehr lesenswert für Java-Entwickler, die sich auch auf der Unix-Schiene zuhause fühlen wollen.

Link: Unix: Ten Things Every Java Developer Should Know

Windows PowerShell – Next Generation Command Line Scripting

Windows PowerShell ist die neue Scripting-Sprache und task-basierte “Command Line Shell” von Microsoft, die ab heute als erster Release Candidate zum Download angeboten wird. Die PowerShell soll vor allem Systemadministratoren bei Ihren täglichen Arbeiten helfen. Mit über 130 Standard Utilities (“cmdlets” genannt) soll die neue Shell dem Admin bei den alltäglichen Administrationsaufgaben, wie Arbeiten an der Registry, den Windows-Diensten, den Windows-Prozessen, der Windows Management Instrumentation(WMI) und so weiter, helfen.

Mit Hilfe der Windows PowerShell lassen sich Abläufe jeder Art bequem steuern und automatisieren, sowohl interaktiv auf der Kommandozeile als auch im Rahmen eines Skripts. Aber anders als bei den Unix-Pendants wie bash oder ksh verarbeiten die PowerShell-Befehle nicht ausschließlich Zeichenfolgen, sondern Objekte. Dies ermöglicht es dem Entwickler auf sämtliche Objekte des .NET-Framework 2.0 zuzugreifen. Diese Funktionsvielfalt lässt sich darüber hinaus um eigene Objekte und Methoden erweitern, und zwar in jeder Sprache, die sich an die .NET-Spezifikation CLS (Common Language Specification) hält, etwa C#, Visual Basic .NET oder Managed C++.

Die bisher unter dem Codenamen Monad entwickelte Windows-Shell PowerShell soll im zweiten Halbjahr 2006 kostenlos als Download bereitstehen. Der Release Candidate 1 von PowerShell kann bereits jetzt ausprobiert und heruntergeladen werden. Verfügbar wird die PowerShell für x86-, x64- und ia64-Prozessoren sein, wobei als einzige Vorraussetzung das .NET Framework 2.0 installiert sein muß.

Unterstützte Betriebssysteme:
Windows Server 2003; Windows Server 2003 R2 (32-Bit x86); Windows Server 2003 Service Pack 1; Windows Vista; Windows XP; Windows XP Service Pack 1; Windows XP Service Pack 2

Also ich bin schon sehr gespannt auf dieses neue Administrations-Tool, da es meiner Ansicht nach sehr viele nützliche Ansätze für Windows-Administratoren und -Entwickler bietet.

Weitere Infos:
Microsoft Windows PowerShell-Website
Golem.de – Microsoft überarbeitet seine Admin-Werkzeuge

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