Callisto – die neue Eclipse 3.2-Plattform

Am 30.Juni soll es nun soweit sein. Die Eclipse Foundation will Ihr neues Release der Eclipse-Plattform (Codename “Callisto”, auch der Name eines Mondes des Jupiters) veröffentlichen. Durch den gemeinsamen Veröffentlichungstermin der einzelnen Projekte, soll für die beteiligten Eclipse-Projekte sichergestellt werden, dass alle Einzelprojekte ohne Probleme miteinander funktionieren.

Hierdurch wird es auch einfacher werden, Callisto einzurichten und zu installieren. Callisto ist damit vorallem, als Plattform für Entwickler gedacht, die bereits von dem modularen Aufbau der Eclipse-Entwicklungsumgebung profitieren. Die Installation soll sehr einfach von der Hand gehen. Einfach die Eclipse Platform Runtime Binary herunterladen, auswählen welche der Komponenten heruntergeladen und installiert werden sollen und einfach die Eclipse-Plattform starten und die ausgewählten Komponenten nutzen.


Bild-Quelle: Eclipse Callisto Discovery Site

Im Callisto Release 1.0 sind folgende Projekte mit dabei:

• Business Intelligence and Reporting Tools 2.1 (BIRT)
• C/C++ IDE 3.1 (CDT)
• Data Tools Platform 1.0 (DTP)
• Eclipse Modeling Framework 2.2 (EMF)
• Graphical Editing Framework 3.2 (GEF)
• Graphical Modeling Framework 1.0 (GMF)
• Eclipse Project 3.2
• Eclipse Test and Performance Tools Platform 4.2 (TPTP)
• Eclipse Web Tools Platform Project 1.5 (WTP)
• Visual Editor 1.2 (VE)

Die in Callisto gebündelten Projekte werden dabei weiterhin eigenständig weiterentwickelt und behalten auch ihre eigenen Release-Zeitpläne.

Ich selbst verwende zur Zeit noch eine Eclipse 3.1.2-Umgebung und kenne auch selbst die Probleme, die ich immer wieder hatte, beim Installieren des ein oder anderen Plugins. Nun werde ich aber sobald die neue Callisto-Plattform Ende dieser Woche veröffentlicht wird, mich mal auf die neue Callisto-Version stürzen und mal schauen, ob ich meine Eclipse 3.1.2-Workspaces einfach weiterverwenden kann. Ich will es hoffen ;-)

Also kurz noch abwarten bis zum 30. Juni, dann sollte der aktuelle Download auf der Callisto-Projektseite bereitstehen. Wer es nicht mehr erwarten kann, kann sich zwischenzeitlich auch schon mit einem Release-Candidate vergnügen.

Quelle: Golem.de – Eclipse Callisto erscheint am 30. Juni 2006

Hier noch einige weitere Info-Resourcen zum Thema Eclipse 3.2 und Callisto:
What’s New in Eclipse 3.2 – Usage Tips & Tricks
Recommended Eclipse reading list
Upgrading Eclipse? Time to try Callisto
Step-by-step Eclipse Callisto
Why Callisto
Callisto & EMF
SSH Support in Eclipse 3.2
Joined Data Sets with BIRT 2.1

Update 30.06.2006 – Aktueller Artikel im Eclipse-Magazin:
Eclipse 3.2: Notwendiges Maintenance Release oder Update?

Update 03.07.2006
Inzwischen steht die Sammlung von zehn freien Eclipse 3.2-Projekten unter dem Namen “Callisto” zum Download bereit.

Für Entwickler stehen unter http://www.eclipse.org/callisto , je nach Einsatzgebiet, verschiedene vorgefertigte Callisto-Ausgaben bereit, eine ist zum Programmieren von Web- und Java-Anwendungen, eine andere zum Schreiben von RichClient-Anwendungen und Plug-Ins, ein Paket für C- und C++-Programmierer, als auch eine frei konfigurierbare, individuelle Eclipse 3.2-Installation, in die man sich selbst die optionalen Features einbinden kann.

Quelle: Golem.de – Eclipse Callisto steht zum Download bereit

Business Intelligence mit Open Source

Einen sehr interessanten Artikel, über “Business Intelligence mit Open Source” gibt es zur Zeit auf heiseOpen zu lesen. Dort werden einige OpenSource-BI-Tools vorgestellt, denn Open-Source-Lösungen sind auch im Bereich Business Intelligence auf dem Vormarsch.

Unter dem Begriff BI werden Techniken wie Datawarehousing, Datamining, Analyse und Reporting zusammengefasst, mit denen Unternehmen versuchen, ihre Geschäftsabläufe und Kontakte zu Kunden, Lieferanten und Partnern zu optimieren.

Da diese Erkenntnisse für das Unternehmen sehr wertvoll sind und sich Unternehmen diese Erkenntnisse einiges kosten lassen, ist dies eine lukrative Einnahmequelle für viele Software-Firmen. Nun kommen allerdings auch hier immer mehr OpenSource-Produkte auf den Markt, die man nicht unterschätzen sollte und die man sich mal anschauen sollte.

Folgende BI-Tools werden im einzelnen besprochen:
- Die ETL-Tools: Kettle, CloverETL und Enhydra Octopus.
- Die Reporting-Bibliotheken JasperReports und JFreeReports.
- Bizgres – Eine für Datawarehouse-Umgebungen optimierte Version von PostgreSQL.
- OLAP-Server Mondrian für das DataMining der Daten.

Eine aus viele Einzellösungen zusammengesetzte BusinessIntelligence-Suite ist die sehr leistungsfähige Pentaho BI Suite. Sie umfasst ETL-, Analyse-, Reporting- und Workflow-Komponenten und bringt die Projekte Mondrian, Kettle, die Reporting-Bibliothek JFreeReport und das Pentaho Dashboard unter einen Hut.

Hier noch ein Hinweis für weitere Informationen zum Thema ETL-Tools:
Eine recht umfangreiche Übersicht für weitere freie, Java-basierte ETL-Tools findet Ihr im Manageability-Weblog.

Weitere Fakten und den ausführlichen Artikel findet Ihr bei heise Open.

Quelle: heise Open – Business Intelligence mit Open Source

Erstell dir deinen eigenen Software KVM-Switch

Avi Dardik stellt auf seiner Seite ein nettes Tutorial vor, wie man sich selbst, recht leicht einen Software KVM-Switch bauen kann.

Die Abkürzung KVM steht hier für Keyboard, Video und Mouse. Ein KVM Switch ermöglicht es, mehrere Computer mit nur einer Maus, einer Tastatur und einem Monitor zu steuern. Der Software-KVM-Switch fungiert als softwareseitige “Umschaltbox” zwischen den Rechnern.

Da ein Hardware KVM-Switsch für Avi Dardik zu teuer war, hat er sich nach Alternativen umgesehen und sich selbst einiges überlegt. Er verwendet hierfür nun als Basis ein TightVNC und einige tricky Tastatur-ShortCuts für FullScreen-Mode usw.

Aber schaut selbst:
Build your own software KVM switch
Cool script to compliment the software KVM solution

Online Software präsentieren mit Ultra VNC

Günter Ratz stellt in seinem “Technische Dokumentation”-Blog einen interessanten Ansatz für die Präsentation von Software vor. Für Online-Präsentationen und Demos verwendet er die Remote Desktop Software UltraVNC. Während der Präsentation kann sein gegenüber, die Ausführungen, des Vortragenden, am eigenen Monitor live mitverfolgen und mitdiskutieren. Parallel zur VNC-Verbindung benötigt man nur noch eine Telefonverbindung, um mit seinem Interessenten sprechen zu können.

Mit dieser Lösung ist es möglich, sehr kostengünstig, auch weit entfernten Softwareinteressenten, das jeweilige Softwareprodukt live über das Internet interessant präsentieren zu können.

Auf der technischen Seite wird hierfür nur die UltraVNC-Plattform auf dem Präsentationrechner und der UltraVNC-Viewer auf der Seite des Interessenten benötigt. Der Installationsaufwand auf beiden Seiten hält sich sehr in Grenzen und sollte in einer halben Stunde abgeschlossen sein.

Einen Kniff wählte er auch bei der Wahl des Kommunikationsports. Hierfür wählte er den Port 443, der sonst für HTTPS-Verbindungen genutzt wird und somit in vielen Firewall eh schon freigeschaltet ist und es somit zu keinerlei Kommunikationsproblemen und Konfigurationsaufwänden im Netzwerk kommen sollte.

Eine sehr schöne Lösung für die Präsentation von nicht webfähigen Anwendungen.

Artikel-Link: Softwarepräsentationen über Remote Desktop mit UltraVNC

Pages: Prev 1 2 3